Gestaltungssatzung in Hagen

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Gestaltungssatzung in Hagen

Seit Jahren wird über den Erhalt des dörflichen Charakters in Hagen diskutiert. Als auf einem Grundstück ein Mehrfamilienhaus an der Ecke Hagensche Straße/Liemer Straße mitten im Ort errichtet werden sollte, hat der Rat auf Anregung der SPD und anderer über 2 Jahre eine Veränderungssperre erlassen, um den ortsbildprägenden Charakter mit Fachwerkgebäuden, Bruchsteinmauern etc. zu erhalten. In dieser Zeit wurde von der Stadt Lage eine gute Gestaltungssatzung erarbeitet und in einer Bürgerversammlung vorgestellt. Einige Anregungen und Änderungswünsche sind noch eingeflossen. Sowohl die Dorfgemeinschaft Hagen, der SPD-Ortsverein Hagen/Hardissen sowie viele Einwohner haben die neue Gestaltungssatzung ausdrücklich begrüßt.

Das einige Landwirte damit nicht einverstanden waren, ist richtig. Jedoch würde die neue Satzung aus meiner Sicht die Höfe nur wenig einschränken. Daher hat der Bau-und Planungsausschuss sich mehrheitlich dafür ausgesprochen. Erst durch massive Einflussnahme der Landwirte, u. a. in einem Ortstermin mit der CDU, wurde offensichtlich durch die Mehrheit der „Zählgemeinschaft“ im Rat die Gestaltungssatzung knapp abgelehnt.

Auf einmal ist seitens Herrn Topp (Vorsitzender Bau-und Planungsausschuss) von der CDU von einem „Bürokratiemonster“ die Rede. Bei einer Abwägung der öffentlichen Interessen zum Erhalt der dörflichen Strukturen kommt der SPD-Ortsverein Hagen/Hardissen zu einem anderen Ergebnis. Die Gestaltungssatzung ist gut und richtig. Daher werden wir uns dafür einsetzen, dass die Satzung doch noch in Kraft treten kann. Eventuell könnten noch Änderungswünsche, soweit zielführend, eingearbeitet werden.

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